Bundestag macht Schule

Neuntklässler des Gymnasiums Wilhelmsdorf schlüpfen in die Rolle von Politikern und erleben so, wie unser demokratisches Gesetzgebungsverfahren funktioniert.
Dass politische Bildung in der Schule nicht abstrakt und theoretische sein muss, zeigt das Planspiel „Bundestag macht Schule“. Einen Schultag debattierten die Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen zu einem fiktiven Gesetzesvorschlag und nahmen dabei unterschiedliche Rollen im politischen Entscheidungsprozess ein.
Moderiert von Experten der Landeszentrale für politische Bildung diskutierten die fiktiven Bundestagsabgeordneten in Ausschüssen und Fraktionen die Forderung nach einem generellen Alkoholverbot für Jugendliche. Dabei zeigten die Schülerinnen und Schüler großes Engagement: „Sie waren sehr aktiv dabei und sind toll in ihre jeweiligen Rollen geschlüpft.“, freut sich Sonja Adler, verantwortliche Gemeinschaftskundelehrerin am Gymnasium Wilhelmsdorf, über den Erfolg des Planspiels. Nicht nur die Abläufe und Prozesse wurden so erklärt, die Neuntklässler erlebten am eigenen Leib, wie schwierig es ist, unterschiedliche Meinungen und Positionen in einen politischen Entscheidungsprozess einzubinden. Damit schafft dieser Schultag mehr als nur Wissen, er fördert das Verständnis dafür, warum Demokratie manchmal kompliziert und langwieriger sein muss als autokratische Systeme.
