Blick auf Menschen in Not

Zwar ist der Buß-und Bettag seit 1995 in fast ganz Deutschland kein Feiertag mehr sondern ein normaler Arbeitstag, aber das Gymnasium Wilhelmsdorf bietet an diesem Tag ein besonderes Projekt an.
Dabei beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 und der K2 mit Themen, bei denen man sich in die Nöte anderer Menschen einfühlen muss. Eine Not, so stellten etliche Schüler fest, in die sie selbst unverhofft selbst auch hineingeraten könnten. Themen wie Sucht und Suchttherapie! / Was heißt es, psychisch krank zu sein?/ Ist die Familie ein sicherer Ort, wenn häusliche Gewalt im Spiel ist? /Was sind Kennzeichen von Depressionen bei Jugendlichen? Und wie schnell gerät man hinein? /Sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend! Wege aus der Ohnmacht und Hilflosigkeit./ Klimawandel unter der Lupe – Fakten und Fakes/
Am diesjährigen Buß- und Bettag waren acht externe Referenten dabei. In wählbaren Workshops konnten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in aktuell verbreitete "Nöte" unserer Gesellschaft blicken. Und diese Einblicke waren durchaus wertvoll, wie eine Schülerin mitteilt: "Man denkt, diese Themen sind so weit weg, aber eigentlich kennt jeder von uns jemanden, der schon in einer ähnlichen Notsituation gesteckt hat." Viele Schüler zeigten sich sogar direkt betroffen.
In diesem Sinn fand ein in Teilen sehr tiefgehender Austausch statt - auch für die Referenten, die allesamt unentgeltlich ihre Workshops angeboten hatten. Und auch die organisierende Fachschaft Religion/Ethik bewertet die traditionelle Veranstaltung als wertvolle Reflektionszeit in der Hektik des Alltags - eine Bereicherung für die ganze Schulgemeinschaft.
