Auf den Spuren der Römer

Um Lateinunterricht spürbar zu machen reisten zwei Lateinklassen nach Trier. Einen Einblick in das vielfältige Programm gibt der folgende Reisebericht.
Am Samstag, den 9.7.22 sind wir, 15 Schülerinnen und Schüler der Lateinklasse 9 und K1 mit unseren Lehrerinnen Frau Lagler und Frau Schnell, um 6.30 mit dem Zug nach Trier aufgebrochen. Unterwegs haben wir in Schwarzenacker bei Homburg noch ein historisches Römerdorf besucht. Nach einer kleinen Führung im Freilichtmuseum haben wir an den Workshops „Steinmeißeln“ und „Archäologische Ausgrabungen“ teilgenommen und durften alte römische Getränke probieren. Gegen Abend ging es dann mit dem Zug weiter nach Trier, wo wir zunächst in der Jugendherberge die Zimmer bezogen haben. Den restlichen Abend hatten wir zur freien Verfügung und verbrachten ihn auf dem Rummelfest an der Mosel oder in der Altstadt von Trier.
Den Samstagmorgen haben wir begonnen mit einem kleinen Fußmarsch zur Porta Nigra. Dieses alte Gebäude, welches als Stadttor diente, wurde uns von einem Teilnehmer der Fahrt vorgestellt. Anschließend haben wir in zwei Präsentationen die Geschichte Triers erzählt bekommen, von der Antike über das Mittelalter bis ins Hier und Jetzt.
Danach haben wir uns auf den Weg, einmal quer durch Trier, in das Amphitheater gemacht, welches uns ebenfalls mittels einer Präsentation vorgestellt wurde. Frau Lagler hat uns am Anschluss noch eine Passage aus Buch Marcus, welches von einem in Trier beheimateten Soldaten handelt, vorgelesen, um uns verständlicher zu machen, wie es früher in einem Amphitheater zuging. Infolge haben wir uns das Amphitheater näher angeschaut, sind unter anderem in die unterirdischen Gänge gegangen, in welchen früher die Tiere waren, bevor sie in die Arena gelassen worden sind, und die Räume, in denen die Gladiatoren ihre Rüstung aufbewahrt hatten.
Nicht weit weg vom Amphitheater im Rheinischen Landesmuseum hat uns Frau Lagler in einer kurzen Führung die wichtigsten Exponate gezeigt und uns damit einen Einblick in die römische Kultur gegeben. Anschließend haben wir eine Führung durch die Sonderausstellung des Museums bekommen, Thema der Führung, die sich im Stadtmuseum fortgesetzt hat, war ,,Der Untergang Roms“.
Mit einem Eis haben wir uns dann auf den Weg gemacht zu unseren letzten zwei Programmpunkten, zum einen die Liebfrauenkirche, zum anderen der Trierer Dom. An der traumhaft schönen Mosel entlang sind wir schließlich wieder zu unserer Jugendherberge zurückgelaufen.
Den dritten und letzten Tag unserer Exkursion haben wir mit einem Spaziergang entlang der Mosel zur Römerbrücke begonnen. Nach einer kurzen Präsentation über den Bau der Brücke haben wir uns auf den Weg zu den Barbarathermen gemacht und diese besichtigt. Bei den Barbarathermen handelt es sich um ein Freilichtmuseum, das die Grundmauern einer Therme aus der Römerzeit umfasst.
Unser nächstes Ziel waren die Kaiserthermen, welche wir nach einem weiteren kurzen Fußmarsch erreichten. Das Besondere an den Kaiserthermen ist, dass sie eigentlich gar nie als Thermen verwendet und auch nicht als diese fertig gebaut wurden, sondern zu einer Kaserne umgebaut und später zu einem Herrensitz wurden.
Wieder stadteinwärts machten wir einen letzten Stopp bei der Konstantinbasilika, vor deren imposanten Fassade uns noch vom Trierer Goldschatz und dem Gedicht des antiken Dichters Ausonius berichtet wurde. Nachdem wir die Basilika besichtigt hatten, war es auch schon wieder höchste Zeit, die Koffer zu packen und uns auf die lange Zugfahrt nach Hause zu begeben. Glücklich und mit vielen neuen Erkenntnissen bereichert, verließen wir das wunderschöne Augusta Treverorum.