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Lehren und Lernen - Ausgabe 03.2014

Das Gymnasium Wilhelmsdorf hat die Ausgabe Februar 2014 der Zeitschrift Lehren und Lernen gestaltet. Inhaltlich geht es um das auf drei Jahre angelegte Modellprojekt Power of Difference. Alle Beteiligten kommen zu Wort. Hier das Vorwort der Ausgabe:
Der Umgang mit Heterogenität, die Notwendigkeit, den Unterricht und schulisches Arbeiten zu individualisieren, ist seit Jahren eine der dominierenden Thematiken in den Diskursen zu Schule und Bildung und mit zunehmend ernsthaftem Bemühen um konkrete Veränderungen auch in den Schulen selbst. Was man lange Zeit schon wusste (spätestens seit PISA 2000) hat nicht zuletzt durch den Wegfall der Verbindlichkeit der Grundschulempfehlung zum Schuljahr 2012/13 in Baden-Württemberg eine neue Dynamik in entsprechende Ansätze gebracht. Die neuen Gemeinschaftsschulen treten noch dazu ganz offen an mit dem Anspruch, durch ihre veränderte Lernkultur längeres gemeinsames Lernen nicht nur konzeptionell zu ermöglichen, sondern darin eine Chance zu sehen.

Individualität als Bereicherung auffassen

Dieses Heft widmet sich unter der Überschrift Power of Difference ganz dieser Thematik. Im Mittelpunkt dabei steht ein auf drei Jahre angelegtes und von Sponsoren großzügig finanziertes Pilotprojekt am Gymnasium Wilhelmsdorf, das sich zum Ziel gesetzt hat, Individualität als Bereicherung aufzufassen und Schülerinnen und Schülern auf unterschiedliche Weise zu helfen, ihre Potentiale nachhaltig entfalten zu können.

Nach einem einführenden Kapitel über das Pilotprojekt wird von den am Projekt Beteiligten aus unterschiedlicher Perspektive berichtet. Aus der Perspektive eines Vaters berichtet Christian Schorpp. Dann geben zwei Unterrichtsassistentinnen (Stephanie Hein und Sonja Riehmann) Einblick in ihre Tätigkeit. Udo Zimmermann stellt die Arbeit der Coaches vor. Michael Dörmann, der Leiter des schulischen Projektteams, umreißt die anfänglich sicher unterschätzte Komplexität und Dynamik des Projektes. Dr. Birgit Beisswingert und Prof. Dr. Thomas Götz von der Universität Konstanz geben Einblick in die wissenschaftliche Evaluation des Projektes. Die Firmen Vetter Pharma und Vaude erklären, warum sie in Bildung investieren – ein beispielhaftes Engagement, das Unternehmen zur Nachahmung empfohlen wird! Die Anstellung von nichtlehrendem Personal gilt traditioneller Weise als Aufgabe des Schulträgers. Dr. Hans Gerstlauer nimmt aus kommunaler Sicht Stellung und grenzt den Einsatz der Coaches von der häufig bereits etablierten Schulsozialarbeit ab. Johannes Baumann ordnet das Modellprojekt zum einen in den Kontext des Individualisierungsbemühens am Gymnasium Wilhelmsdorf ein und weist in einem weiteren Beitrag auf eine chronische professionelle Lücke an deutschen Schulen, insbesondere den Gymnasien hin.
 
Die Vielfalt der Beiträge – so die Hoffnung – soll nicht nur die Seriosität dieses Modellprojektes darstellen, sondern auch den Aufwand veranschaulichen, Hindernisse andeuten, aber unterm Strich Mut machen, ähnliche Ansätze praktisch-konkret und auch politisch zu realisieren. Wir stehen, so mein Eindruck, was Erfahrungen im Umgang mit Heterogenität und Möglichkeiten der Individualisierung von Schule und Unterricht anbelangt, noch ganz am Anfang. Power of Difference – das soll nicht Last, sondern Chance sein.
 
Johannes Baumann

(Erstellt am 24. Februar 2014)