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Sprache, Schrift, Buchdruck, Computer – Die vier Medienepochen der Menschheitsgeschichte und ihre gesellschaftlichen und kulturellen Folgen

Dies war der Titel eines überzeugenden und interessanten Vortrags von Prof. Dirk Baecker von der Zeppelin-Universität Friedrichshafen anlässlich des 16. Festlichen Abends des Gymnasiums Wilhelmsdorf

Überzeugender Vortrag

Es ist schon beeindruckend, wie es Schulleiter Johannes Baumann jedes Jahr aufs Neue gelingt, eine wissenschaftlich hochkarätige Persönlichkeit für den Festvortrag am Gymnasium Wilhelmsdorf zu gewinnen. Dieses Jahr war es Prof. Dirk Baecker von der Zeppelin-Universität Friedrichshafen. Allein dessen 29-seitige Liste eigener Publikationen – wie Baumann in seiner Begrüßung hervorhob – ist mehr als überzeugend.
„The medium is the message.“ – unter dieser medientheoretischen Prämisse erörterte Prof. Baecker seine These, dass „mit jedem neuen Kommunikationsmedium […] die Gesellschaft vor ein Problem gestellt“ wird. Als erstes neues Kommunikationsmedium führte er die Sprache in der tribalen Gesellschaft vor ca. 4 Millionen Jahren an. Das Problem bestand für die Gesellschaft in einer fortan fehlenden Überprüfbarkeit von Aussagen im Moment des Aussprechens. Die antike Gesellschaft, in der sich die Schrift herausbildete, musste sich hingegen damit auseinandersetzen, dass die Kommunikation zeitübergreifend wurde: Erinnerungen waren schriftlich festhaltbar, Erwartungen konnten aufgebaut werden. Der Buchdruck in der modernen Gesellschaft – so Prof. Baecker weiter – sorgte für einen Kritiküberschuss: Es bestand die Möglichkeit, jederzeit jeden zu kritisieren. Und schließlich die elektronischen Medien der sogenannten nächsten Gesellschaft, die für einen Kontrollüberschuss sorgen: Es gibt mehr Vergleichsmöglichkeiten, als im Moment bewältigbar. Prof. Baeckers Lösungsansatz: Einerseits lernen zu fokussieren, andererseits aus den Augenwinkeln beobachten, was helfen kann. Neben inhaltlicher Substanz überzeugte Prof. Baecker zudem durch rhetorische Eleganz. Das Publikum dankte ihm mit kräftigem Applaus.Ein tolles und nachahmenswertes Zeichen der Mitmenschlichkeit setzten die 10. Klassen im Anschluss an den Festvortrag: Sie sammelten für die Erdbebenopfer in Nepal (und bekamen mehr als 700€ zusammen!). Zudem erfreuten sie die Zuhörerinnen und Zuhörer durch kulinarische Köstlichkeiten im Foyer des Gymnasiums und boten so einen würdigen Rahmen für Gespräch und Austausch!