Kontaktmöglichkeiten:

  • bei Krankheit:    07503.921.311
  • Herr Baumann: 07503.921.310
  • Lehrerzimmer:  07503.921.314

  
  

Terminplan



.

 

Datenschutz

Impressum

10. Festlicher Abend am Gymnasium Wilhelmsdorf


"G8 ist eigentlich eine Ganztagsschule, auch wenn man es so nicht nennen will." Mit diesem Einstieg verwies der Festredner Stefan Appel, Vorsitzender des Ganztagsschulverbands in Deutschland, auf den inhaltlichen Schwerpunkt der Veranstaltung. Zum alljährlichen Festlichen Abend hatte das Gymnasium Wilhelmsdorf Elternbeiräte, Lehrer, Oberstufenschüler und Freunde des Gymnasiums eingeladen. Der Schulchor unter der Leitung Martin Ruppels sorgte für einen unterhaltsamen Rahmen, der durch die Bewirtung der 11. Klassen abgerundet wurde.


Schon Schulleiter Johannes Baumann hatte in seiner Begrüßung auf die bildungspolitische Aktualität des Themas hingewiesen. Denn mit dem achtjährigen Gymnasium haben sich die Anforderungen an Schulen gravierend verändert. Mit Stefan Appel hatte das Gymnasium deshalb einen Referenten eingeladen, der als Leiter einer Ganztagsschule in Kassel über viele praktische Erfahrungen verfügt.
„Ganztagsschule ist ein Thema, über das viele reden, ohne genau zu wissen, was eigentlich damit gemeint ist.“, führte Stefan Appel in seinen Vortrag ein. Ihm zufolge bietet ein gelungenes Ganztagsschulkonzept eine Möglichkeit, den neuen Anforderungen durch G8 gerecht zu werden und bestehende Defizite auszugleichen. Schulorganisation und Schulalltag sollten mehr an den Bedürfnissen der Schüler nach Selbstbestimmung, Kommunikation und Wohlbefinden ausgerichtet sein, um nachhaltigere Lernergebnisse zu erzielen. 
Spätestens seit Pisa ist diese Möglichkeit wieder stärker in die Diskussion gerückt. „Denn der Blick ins Ausland zeigt,“, so Stefan Appel, „dass Deutschland mit seinem Halbtagsschulmodell zu den Exoten in Europa zählt.“ Wichtig scheint hierbei eine grundlegende Neukonzeptionierung des Schulalltags. Stefan Appel stellt klar: „Ganztagsschule ist keine verlängerte Halbtagsschule mit Suppenausgabe.“ Viel eher sei es wichtig einen Tagesablauf zu erreichen, in dem sich Unterricht mit Erholungszeiten und selbstbestimmten Phasen abwechseln. Diese Rhythmisierung findet auch in der räumlichen Gestaltung einer Ganztagsschule ihren Niederschlag: neben Lernbereichen werden zum Beispiel auch Zerstreuungs- und Erholungsbereiche gebraucht. Zentrales Element für das Gelingen eines Ganztagsschulkonzepts sei jedoch die Schulatmosphäre. Denn je mehr sich Schüler und Lehrer in der Schule aufhalten, umso wichtiger wird, dass sie sich dort wohlfühlen. 
Doch Stefan Appel betont: "Eine moderne Ganztagesschule will kein Familienersatz sein - eher eine Familienergänzung." Auch in der Ganztagsschule bleibt es unerlässlich, ein gelungenes Zusammenwirken zwischen Eltern und SChule zu erreichen, um allen Schülern bestmöglichste Bildungschancen zu ermöglichen.