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Dorfgymnasium von Wilhelmsdorf hat Stadtgröße

Eine Bildungseinrichtung mit bewegter Geschichte. 66 Abiturienten gibt es in diesem Jahr. 560 Gymnasiasten schrieben gestern im Kreis Ravensburg ihre Deutsch-Prüfung. 66 davon in Wilhelmsdorf. Was für einen 5000-Einwohner-Ort eine beachtliche Zahl ist. Oder auch wieder nicht. Denn in völliger Umkehrung früherer Realitäten kommen über 60 Prozent der Schüler aus den umliegenden Gemeinden. Das Gymnasium Wilhelmsdorf hat sich zu einer Mittelpunktschule im ländlichen Raum entwickelt, sagte Rektor Johannes Baumann schon, als die Schule 2007 ihr 150-jähriges Bestehen feierte. Daran hat sich nichts geändert.

Im Jubiläumsjahr glaubte man, den Zenit mit 620 Schülern überschritten zu haben und sich auf Dauer auf rückläufige Schülerzahlen einrichten zu müssen. Doch es kam anders. Fürs kommende Schuljahr gibt es 98 Anmeldungen, und 2012 wurden 102 Fünftklässler eingeschult. Rund 600 junge Leute drücken heute am Wilhelmsdorfer Gymi die Schulbank. „Die Schule hat einen guten Ruf“, sagt Bürgermeister Hans Gerstlauer.
Den hat sie sich nicht zuletzt dadurch erworben, dass sie seit 2004 eigene Wege ging und sich Bildungspolitiker quasi die Klinke in die Hand gaben, um das Wilhelmsdorfer Modell kennenzulernen. Nach diesem verplante die Schulleitung die Hälfte ihrer frei verfügbaren Stunden für Methodenkurse und freie Angebote, welche die Jugendlichen nach Interesse belegen konnten. Fast logisch, dass dabei bereits Elemente der heutigen Gemeinschaftsschule zum Tragen kamen. Als erste Schule im Kreis startete das Wilhelmsdorfer Gymnasium auch in Richtung achtjähriges Gymnasium. „G8+“ hieß es, wobei das Plus nicht fürs längere Schulbankdrücken, sondern „für den pädagogischen Mehrwert“ steht. Ein Angebot, das in Wilhelmsdorf gut ankam; 130 Abiturienten haben im Doppel-Abi-Jahrgang 2012 die Reifeprüfung bestanden und damit ein Haus mit bewegter Geschichte verlassen.
Das Gymnasium ist Nachfolger des so genannten Knabeninstituts der Zieglerschen, einst ein sehr renommiertes evangelisches Elite-Internat. Doch wie die Schulchronik verrät, wurde es in den 80er Jahren zum Zuschussbetrieb, die Zahl der Internatsschüler sank, die Problemfälle unter ihnen wuchsen, sodass das Institut am Ende das Klientel einer Jugendhilfeeinrichtung hatte. Das war das Ende. Die Schule ging in öffentliche Trägerschaft über, wurde angebaut, saniert, mit Fachräumen und Sporteinrichtungen ausgestattet, bekam ein Betreuungskonzept, hat im Sprachen-Angebot ab Klasse 5 Englisch, ab Klasse 6 Latein oder Französisch und schließlich noch Spanisch. Und es startet im nächsten Schuljahr mit einem eigenen Sportprofil. Was Konrektor Swen Hekers für eine gute Zukunftsentscheidung hält.

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