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Terminplan

Studienfahrt Berlin vom 12. – 16.04.2016

Nach Wochen der Vorbereitung im Vorfeld der Berlinfahrt gaben die betreuenden Lehrer Hr. Pflumm und Hr. Baumann am Dienstag schließlich den Startschuss für vier ereignisreiche und informative Tage in Berlin. Nach der halbtägigen Anfahrt und dem anschließenden Bezug des Hostels bot die Abendvorstellung „Im Namen der Raute – die Welt in Muttis Händen“, im Kabarett-Theater Distel, einen erfrischenden und amüsanten Einstieg in eine spannende Woche im politischen Berlin.

Einblick in die Arbeit der Abgeordneten

Dem ausgewogenen Frühstück am nächsten Morgen folgte eine anderthalb-stündige Stadtführung durch das wirtschaftspolitische Zentrum Berlins. Das Hauptaugenmerk lag hierbei auf dem Aspekt des Lobbyismus, welcher, wie sich in der Folge herausstellte, großen Einfluss auf die politischen Akteure hat. Nach der Besichtigung des über hundert Jahre alten Jüdischen Friedhofs Weissensee, war ein Vortrag zur anhaltenden Syrienkrise, für ca. 14.00 terminiert. Die anschließende Diskussion bzw. Fragerunde zwischen der Referentin und den Schülerinnen und Schülern stellte sich als äußerst gewinnbringend und informativ heraus, wobei die Schüler aus Klasse 10 und K1, das bereits erlernte Wissen zu diesem Thema, gezielt einbringen konnten. Doch neben all den politischen Aspekten und Erkenntnissen, welche die Studienfahrt zweifelsohne bereithielt, durften gelegentliche Pausen nicht fehlen, um Einblicke in die kulinarische Vielfältigkeit der Hauptstadt zu bekommen. Den Höhepunkt des zweiten Tages stellte jedoch das abendliche Gespräch mit Frau Brugger, der derzeitigen Abgeordneten des Wahlkreis Ravensburgs, sowie die anschließende Besichtigung des Plenarsaals und das Begehen der modernisierten Kuppel des deutschen Bundestags dar. Durch die detaillierte Darstellung Frau Bruggers, erhielten wir einen realitätsnahen Einblick in die Arbeit eines Abgeordneten, wobei hier der ständig wechselnde Wochenrhythmus zwischen der Arbeit im Wahlkreis und der Arbeit in den verschiedenen Ausschüssen und Gremien beachtet werden muss. Der anschließende Rückweg zum Hostel verlief durch das hell erleuchtete Brandenburger Tor, welches im Berliner Nachthimmel einen beeindruckenden Anblick bot.
Am Donnerstag stand neben dem Besuch in der Landesvertretung Baden-Württembergs, der Besichtigung des Bendlerblocks bzw. der „Gedenkstätte Deutscher Widerstand“ auch die Erkundung des Bundesrats auf dem Programm. Hierbei war es uns Schülern möglich, eine politische Debatte, zu einem ausgewählten Thema zu führen, um so einen detailreichen Eindruck in die Arbeitsweise des Bundesrats zu erhalten. Doch neben all den politischen Institutionen und thematischen Ausstellungen, gehört die Berliner Mauer natürlich zum Pflichtprogramm eines Besuches in Berlin. Die „Gedenkstätte Berliner Mauer“, in der Bernauer Straße, liefert hierbei nachhaltige, mitunter bedrückende Einblicke in das Leben der Berliner Bürger zur Zeit des Kalten Kriegs.
Das größte Highlight – frei nach dem Motto „das Beste kommt zum Schluss“ – war zweifelsohne der Besuch im ehemaligen Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen. Die etwa zweistündige Führung wurde von ehemaligen Insassen übernommen, welche zu Unrecht inhaftiert wurden. Ihre Darstellung des psychischen Terrors war in Kombination mit den bedrückend wirkenden Räumlichkeiten ungemein greifbar, zumal diese unmenschlichen Behandlungen bei einer bloßen Besichtigung in den Hintergrund rücken würden. Nach Ansicht einiger Reiseteilnehmer stellte der Besuch in Hohenschönhausen den wohl nachhaltigsten bzw. faszinierendsten Programmpunkt dar.
Nach drei ereignisreichen, spannenden aber auch anstrengenden Tagen, trat die Reisegruppe am Freitagmorgen die Heimreise in Richtung Ravensburg an.
An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal im Namen der gesamten Reisegruppe bei Herrn Pflumm und Herrn Baumann für die Realisierung der Studienfahrt bedanken.
 
Jonas Wehe und Mika Bauer, K1