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Terminplan

Keine Angst vor China

Prof. Sebastian Harnisch hält anlässlich des 14. Festlichen Abends des Gymnasiums Wilhelmsdorf am 26.04.2013 einen überzeugenden Vortrag zum Thema "Die Eurokrise als Herausforderung für die Beziehungen zwischen der EU und der Volksrepublik China"

China zieht keinen Profit aus der Eurokrise

Einmal mehr konnte Schulleiter Johannes Baumann auch dieses Jahr wieder mit einer wissenschaftlich hochkarätigen Besetzung für den Vortrag des Festlichen Abends aufwarten: Prof. Sebastian Harnisch vom Institut für politische Wissenschaft der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.
Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Johannes Baumann die gut 250 anwesenden Zuhörerinnen und Zuhörer und dankte der Elternschaft für ihr Engagement. Er erinnerte an die Grundintention des Festlichen Abends, der „Elternschaft etwas zurückzugeben“. Für die musikalische Umrahmung sorgten die Schulband und der Schulchor, die durch größtenteils auswendig vorgetragene Stücke bzw. internationale Lieder (selbst ein indisches war darunter) zu überzeugen und begeistern wussten.
Um einen Zusammenhang zwischen der gegenwärtigen Eurokrise und der Volksrepublik China ging es im anschließenden Festvortrag von Prof. Sebastian Harnisch. Zunächst erläuterte Sebastian Harnisch die gegenwärtige Eurokrise am Beispiel Griechenlands. Dabei illustrierte er die komplexen thematischen Zusammenhänge immer wieder sehr anschaulich und für das Publikum verständlich, so zum Beispiel, als er die zügellose Kreditvergabe an griechische Banken und Unternehmen mit dem Verleihen seiner eigenen Kreditkarte an eine Zuhörerin nachspielte. Im nächsten Abschnitt seines Vortrags ging es um die Grenzen des deutsch-französischen Krisenmanagements unter "Merkozy" (Kurzform für Merkel und Sarkozy). Von diesem sogenannten „directoire“ leitete Sebastian Harnisch über zu den Herausforderungen und Chancen für die Beziehungen zwischen der EU und der Volksrepublik China. Dabei zeigte er überzeugend auf, dass China keinen Profit aus der Eurokrise ziehen, sondern vielmehr in der EU Wachstumsprozesse auslösen möchte. Sein Schlusswort war eine Mahnung an die Politik, besonnen und mit etwas mehr Demut gegenüber den Krisenländern zu agieren.
Im Anschluss an den Festvortrag erwiderten die 10. Klassen das intellektuelle Feuerwerk mit einem ebensolchen kulinarischen in Form eines überwältigenden Buffets. Zahlreiche Gespräche unter den Zuhörerinnen und Zuhörern dokumentierten die gute Atmosphäre und rundeten den gelungenen Abend ab.