Schul- und Hausordnung des Gymnasiums Wilhelmsdorf

2. Umgang mit Konflikten

Konflikte treten überall dort auf, wo Menschen miteinander zu tun haben, also auch im Schulleben. Sie dürfen nicht verdrängt, sondern müssen möglichst rasch aufgearbeitet werden. Eine befriedigende Lösung des Konfliktes für beide Seiten ist anzustreben. Im Rahmen einer konstruktiven Fehlerkultur gilt es, aus Konflikten zu lernen.

2.1 Lösungsstrategien

Konflikt zwischen Schüler und Lehrer

Zunächst findet ein Gespräch zwischen den beiden Konfliktparteien statt. Bleibt dies ohne Erfolg, soll der Klassen- oder ein anderer Lehrer hinzugezogen werden. Der Schüler kann den Klassensprecher oder Schülersprecher hinzubitten. Kann keine Einigung erzielt werden, soll der Verbindungslehrer hinzugezogen werden. Falls von jüngeren Schülern gewünscht, werden die Eltern oder ein Elternvertreter hinzugezogen. Lässt sich noch immer keine Lösung finden, wird der Schulleiter eingeschaltet. Das Recht der Eltern auf Beteiligung bleibt unberührt.

Konflikt zwischen Schüler und Schüler

Die beiden Betroffenen versuchen ihren Konflikt selbst zu lösen. Kann auch der Klassenlehrer oder SMV-Vertreter den Konflikt nicht beilegen, wird der Verbindungslehrer und schließlich der Schulleiter eingeschaltet.

Mobbing

Mobbing stellt eine besondere Form des Konflikts dar. Bei Verdacht auf Mobbing ist umgehend der Klassenlehrer oder der Beratungslehrer zu informieren.

Konflikt zwischen Eltern und Lehrer

Auch hier soll zunächst ein direktes Gespräch zwischen den Betroffenen stattfinden. Kommt keine Einigung zustande, werden der Klassenlehrer und/oder der Elternvertreter informiert und um Mithilfe gebeten. Sollte immer noch keine Beilegung des Konflikts möglich sein, wird der Elternbeiratsvorsitzende hinzugezogen. Bleibt der Konflikt ungeklärt, wird der Schulleiter eingeschaltet.

2.3 Grundsätze

Auftretende Konflikte sollen frühzeitig angegangen werden.
Gespräche sollen fair und auf die Sache bezogen ablaufen. Beide Seiten müssen gehört werden.
Aktives Zuhören und Verständnissicherung müssen praktiziert werden, um sicherzustellen, dass beide Seiten dasselbe verstehen.
Statt übereinander sollen die Betroffenen schnellstmöglich miteinander reden.
Von beiden Seiten wird Kompromissbereitschaft erwartet und auch die Bereitschaft, etwas zu ändern.
Diese Grundsätze sollen gewährleisten, dass Wege aus Verhärtungen und persönlicher Ablehnung gefunden und damit Neuanfänge für alle Beteiligten möglich werden.