Schul- und Hausordnung des Gymnasiums Wilhelmsdorf

1. Demokratie in der Schule

1.1 Klassenrat und Klassenlehrerstunde

Die Klassen erhalten – in der Regel in der Klassenlehrerstunde – ausreichend Zeit zur Vor- und Nachbereitung von Schülerratssitzungen. Im Klassenrat regeln die Klassen interne Belange eigenständig. Der Klassenlehrer pflegt regelmäßige Aussprachen mit seiner Klasse. Die Klassen haben ein Mitentscheidungsrecht bei der konkreten Ausgestaltung des Schullebens, insbesondere bei Ausflügen, Wandertagen, Schullandheimen, Projekten. Darüber hinaus haben die Klassen ein Vorschlagsrecht bezüglich aller Fragen der Gestaltung und Einrichtung ihres Klassenzimmers. Die Klassenkonferenz muss hierüber entscheiden. Die Klassensprecher wirken an entsprechenden Tagesordnungspunkten in der Klassenkonferenz mit.

1.2 Vollversammlung

Mindestens einmal im Jahr lädt der Schülersprecher mit dem Verbindungslehrer zu einer Vollversammlung ein. Lehrer und Schülervertreter können weitere Vollversammlungen beantragen. Mindestens eine Woche vorher ergeht die Einladung mit Tagesordnung. Anträge der Klassenräte und des Schülerrats zur Tagesordnung sind rechtzeitig zu stellen. Schüler und Lehrer können Vorschläge für die Tagesordnung machen. Auf Wunsch von Schülern oder Lehrern können weitere Personen zu den Vollversammlungen eingeladen werden. Die Vollversammlungen dienen der Information der Schülerschaft sowie der Diskussion zwischen Schülern und zwischen Schülern und Lehrern. Die Vollversammlungen haben ein Vorschlagsrecht zu allen Fragen des Schulprogramms und der Schulentwicklung. Vorschläge und Anträge der Vollversammlungen müssen in geeigneter Weise beantwortet werden.

1.3 SMV-Arbeit

Die SMV verfügt über ein eigenes Zimmer mit entsprechender Ausstattung durch die Schule. Zu Informationszwecken stehen der SMV eine eigene Anschlagtafel und Zugang zum digitalen Schwarzen Brett zur Verfügung. Die SMV ist berechtigt, während der Schulzeit Schülerratssitzungen abzuhalten. An die Schule und den Förderverein kann sie Anträge auf Zuschüsse zur Unterstützung ihrer Arbeit stellen. Die Schülersprecher haben Anspruch auf frühzeitige und umfassende Information zu wichtigen Themen durch die Schulleitung. Die SMV ist eine wichtige Interessenvertretung der Schüler gegenüber den Lehrern und der Schulleitung und wird in dieser Funktion geachtet. Die SMV wird in die Schulentwicklung und in die Planung und Gestaltung sowie die Umsetzung (Organisation) des Jahresprogramms einbezogen.

1.4 Mitwirkung von Eltern und Schülern

Die gewählten Eltern- und Schülervertreter werden in der Regel in die Gesamtlehrerkonferenz eingeladen. Der Schülersprecher wird in der Regel in den Elternbeirat eingeladen. Ebenso können Elternvertreter zu geeigneten Themen in den Schülerrat eingeladen werden. Mindestens zweimal im Jahr tagt der Runde Tisch, ein informelles Gremium, das allen interessierten Schülern, Eltern und Lehrern (auch ohne Mandat!) offen steht. Hierzu lädt der Schulleiter ein. Eltern und Schüler arbeiten mit an der Entwicklung von Perspektiven für die Schulentwicklung. Sie haben ein Vorschlagsrecht zum Schulprogramm.