Studienfahrt Hamburg 2011:
Am Montag den 26. September trafen wir 23 Hamburg-Interessierten uns um 8:30 Uhr am Bahnhof Ravensburg. Mit zweimal Umsteigen (Ulm und Stuttgart) und einer defekten Klimaanlage in unserem Abteil kamen wir um 17 Uhr in Hamburg an.
Nächste Station: Reeperbahn. Denn dort befand sich unser „Kastanienhotel“. Nachdem wir uns in unseren Plüsch-, Prinzessinen-, oder Zebrazimmern eingerichtet hatten, begaben wir uns zum Café „Fünf“, wo wir von nun an täglich frühstückten und gelegentlich zu Abend aßen. Mit vollem Magen lernten wir anschließend zum ersten Mal Hamburg bei Nacht kennen.
Am Dienstag nach dem Frühstück gingen wir zu Fuß in die Speicherstadt, durch die wir eine fachkundige Führung von einem Kulturwissenschaftler durch Hafencity bekamen. Er berichtete uns ausgiebig von dem städtebaulichen Projekt Hafencity und führte uns durch diese futuristische City. Nach der Mittagspause trafen wir uns am Bahnhof zu einer weiteren Führung, diesmal zum Thema „Umwelt“. Hamburg wurde 2011 zur Umwelthauptstadt gewählt und unser Umweltführer zeigte uns Beispiele, die Hamburg zu einer umweltbewußten Stadt machen (zum Beispiel lärmdämpfender Asphalt, Strom für die Nahverkehrsmittel aus erneuerbaren Energien, Nachhaltigkeit). Auf dem Heimweg machten wir einen Umweg zum alten Elbtunnel, welcher knapp 500 Meter lang ist und wir so unterirdisch auf die andere Seite der Elbe gelangen konnten. Von dort genossen wir einen wunderbaren Blick auf die Skyline von Hamburg. Nach dem Abendessen erkundeten wir Schüler das Nachtleben um die Reeperbahn herum. Am Ende dieses Tages zählte unser Schrittzähler über 20 Kilometer Fußweg.
Der darauffolgende Morgen wandte sich nun der Innenstadt Hamburgs mit ihren zahlreichen Kirchen und dem Rathaus zu. So konnten wir weitere Referate hören, denn jeder Schüler musste im Voraus ein Referat zu einem Thema über Hamburg vorbereiten. Nachmittags besuchten wir die Ausstellung „Dialog im Dunkeln“. Hierbei handelt es sich um ein Museum, in dem es vollkommen dunkel ist. So soll das Leben eines blinden oder sehbehinderten Menschen verdeutlicht und nachempfunden werden. In Achtergruppen und mit einem blinden „Sehenden“ wurden wir durch die Ausstellung geführt. Diese beinhaltete verschiedene Räume, in denen unterschiedliche Situationen nachgestellt waren. Bei der Station „Wald“ roch es nach Wald, klang es nach Wald, fühlte es sich nach Wald an und unter seinen Füßen spürte man den Waldboden. Weitere Beispiele sind ein Marktplatz, eine Schifffahrt und eine Bar. So wurden Schwierigkeiten deutlich, mit denen ein blinder oder sehbehinderter Mensch täglich konfrontiert ist. Nach diesem wirklich beeindruckenden Erlebnis fuhren wir zurück zu unserem Hotel um uns für das Essen und das darauffolgende Musical umzuziehen. Das Musical heißt „Heiße Ecke“ und stellt auf kabarettistische Art das Leben auf der Reeperbahn dar. Die „Heiße Ecke“ war so grandios, dass wir alle sehr begeistert waren und viel Grund zum Lachen hatten. Anschließend fuhren wir mit Herrn Dörmann in das Schanzenviertel, ein Stadtteil mit vielen Lokalen und verbrachten den restlichen Abend in einer portugiesischen Bar.
Am folgenden Tag besuchten wir das Denkmal von Bismarck. Nach weiteren gehaltenen Referaten warteten wir an den Landungsbrücken auf Käpt‘n Prüsse, um mit einer Barkasse eine Hafenrundfahrt durch die Speicherstadt und den Hafen zu machen. Nach der Mittagspause besichtigten wir bei sehr schönem Wetter das Schanzenviertel und liefen anschließend zurück in Richtung Hotel. Da um 19 Uhr das Musical „König der Löwen“ beginnen sollte, trafen wir uns rechtzeitig an den Landungsbrücken. Dort holte uns ein Schiff für das Musical ab und brachte uns zum anderen Ufer. Wir waren alle vom Bühnenbild des Musicals begeistert und auch das afrikanische Flair war toll. Jedoch meinten viele, sie hätten mehr erwartet, da von diesem Musical meist sehr geschwärmt wird.
Am Freitag fuhren wir per Bahn in das Stadtviertel „Blankenese“, auch das Treppenviertel genannt. So erlebten wir eine ganz neue Seite von Hamburg, da dieser Teil sehr mediterran wirkt und am Elbufer ein Sandstrand vorzufinden ist. Nach einem Spaziergang fuhren wir mit dem Schiff wieder zurück in die Stadt, wo wir unseren freien Nachmittag, meist mit Shoppen, verbrachten. Nach dem Abendessen saßen wir in einer Strandbar am Ufer und genossen dort den Abend.
Den letzten Tag der Studienreise begannen wir im „Internationalen Maritimen Museum Hamburg“, wo wir über die Erforschung des Meeres informiert wurden. Nach einer interessanten Einführung einer Meeresbiologin wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe musste Fragen anhand der Ausstellung beantworten, die zweite Gruppe machte Experimente zum Thema. So konnten wir uns besser in diese Wissenschaft reindenken. Der restliche Tag verlief sehr entspannt. Die einen fuhren Kanu auf der Außenalster, die anderen sonnten sich im Park und den Abend konnten wir selbst gestalten.
Am Tag der Abreise besuchten einige um sechs Uhr morgens den Fischmarkt Hamburg. Danach wurde gefrühstückt und anschließend alle Sachen zusammengepackt. Müde und erschöpft von der langen Fahrt kamen wir nach einer Woche um 22:10 Uhr von dieser wirklich schönen Studienfahrt wieder in Ravensburg am Bahnhof an.

